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Verpackungs-Tipps

Verkaufsverpackungen aus Schrumpffolie: Darauf kommt es an

Bevor Ihre Waren in den Handel gehen, wollen sie zunächst gut verpackt sein: Eine Verkaufsverpackung aus Kunststofffolie schützt diese nicht nur beim Transport, sie erhöht auch die Haltbarkeit, ist eine wichtige Informationsquelle – und unterstützt Sie als Werbung dabei, Ihre Produkte zu vertreiben.

Was eine gute Verkaufsverpackung ausmacht, welche Folien und Maschinen Sie am besten verwenden und Wissenswertes zur Entsorgung habe ich kompakt für Sie zusammengefasst, um Ihnen die Entscheidung für eine bestimmte Folienverpackungsart zu erleichtern.

Definition: Was ist eine Verkaufsverpackung

Die deutsche Verpackungsverordnung (VerpackV) unterscheidet zwischen verschiedenen Verpackungsarten, genauer gesagt zwischen

  • Verkaufsverpackungen,
  • Transportverpackungen,
  • Serviceverpackungen (z.B. Einkaufstüten),
  • Versandverpackungen.

Maßgeblich für die Einteilung sind die sogenannten „Anfallstellen“: Fällt die Verpackung beim gewerblichen oder privaten Endverbraucher an, handelt es sich um eine Verkaufsverpackung; eine Transportverpackung hingegen (z.B. Paletten mitsamt ihrer Umverpackung) fällt bereits beim Händler an.

Wichtigste Funktionen der Verpackung im Überblick

Eine Verkaufsverpackung aus Schrumpffolie dient zunächst dem Schutz der Ware vor

  • Beschädigung,
  • Verschmutzung,
  • Manipulation,
  • Verderbnis,

wobei eine Verkaufsverpackung nicht immer alle diese Funktionen zugleich erfüllen muss bzw. kann. Daneben hat sie noch eine zweite, fast ebenso wichtige Aufgabe: Sie soll die Verkaufseinheit ansprechend und verkaufsfördernd präsentieren. Hierbei sind das richtige Verpackungsmaterial und die richtige Verpackungstechnik entscheidend – was uns zum zentralen Punkt unseres Blogartikels bringt.

Maßgeschneiderte Verpackungslösungen für Ihr Produkt

Bei der Herstellung einer Kunststoffverpackung gilt es zunächst, die passenden Schrumpfmaschinen und Verpackungsfolien auszuwählen, um Ihr Produkt für den Verkauf optimal in Szene zu setzen. Dabei kommt es neben den Verpackungsmengen auch auf Größe, Gewicht, Beschaffenheit und Handling Ihrer Waren an, um eine maßgeschneiderte Branchenlösung für Sie zu finden (etwa für das Einschweißen von Büchern oder für Getränke-Verpackungen).

Die richtige Maschine für Ihre Anforderungen

Die Wahl der passenden Schrumpfmaschine richtet sich nach Verpackungsmenge, Größe und Art Ihrer Produkte; einige der wichtigsten Kriterien fasse ich im Folgenden für Sie zusammen:

HaubenschrumpfgerätKompakt, günstig und bedienerfreundlich sind Haubenschrumpfgeräte die ideale Einsteigerlösung, um kleine bis mittlere Produktmengen in Folie einzuschweißen – und im gleichen Arbeitsgang zu schrumpfen. Auch der geringe Stromverbrauch spricht für das Haubenschrumpfgerät; ist die Verpackungseinheit jedoch größer als 600 x 780 mm oder höher als 250 mm, ist eine andere Verpackungslösung gefragt.

Ein Winkelschweißgerät, kombiniert mit einem Schrumpftunnel, ist deutlich leistungsfähiger – bis zu 15 Takte pro Minute (je nach Produktgröße und verwendeter Verpackungsfolie) sind möglich. Betreiben Sie mehrere Winkelschweißer zusammen mit einem Tunnel, so ergibt sich ein flexibles Verpackungssystem, das es in Sachen Produktivität problemlos mit einem Verpackungsautomaten aufnehmen kann – und Ihnen bei wechselnden Produktgrößen zeitraubende Umstellungen erspart.

Für unhandliche oder schwere Waren wie z.B. Getränkeflaschen oder Dosentrays wiederum ist ein Bündelpacker wie geschaffen: Er verpackt die Artikel zu einem stabilen Transport- oder Verkaufsbündel und lässt sich ganz unkompliziert an verschiedene Folienbreiten anpassen.

KartonpolstermaschineMein Tipp: Auf die Dauer sparen Sie viel Geld für Packmittel, wenn Sie das Füllmaterial für die Transportverpackung (z.B. aus Karton oder Pappe) selbst herstellen. Mithilfe spezieller Füllmaterialmaschinen verarbeiten Sie gebrauchte Altkartons, die in Ihrem Betrieb anfallen, ganz einfach weiter – so brauchen sie nicht eigens entsorgt zu werden, sondern finden eine sinnvolle Wiederverwendung!

Polyolefinfolien für perfekte Produktpräsentation

Bei den Verpackungsmaterialien haben Sie grundsätzlich die Wahl zwischen den beiden Varianten Polyethylen (PE) und Polyolefin (POF). Auch wenn Sie PE-Folien mit sehr vielen Schrumpfmaschinen verwenden können und der Preis zunächst günstiger ist, rate ich bei Verkaufsverpackungen immer zu POF – und zwar gleich aus mehreren Gründen:

Zunächst machen die speziellen Eigenschaften von POF eine solche Produktverpackung deutlich ansprechender, da sich die Umverpackung faltenfrei, glasklar und wie eine zweite Haut um Ihr Produkt legt. Die Brillanz der Folie bringt Farben und Formen optimal zur Geltung; dadurch unterstreicht sie die Wertigkeit des verpackten Produktes.

Zudem zeichnet sich Polyolefin durch seine hohe Stabilität aus. So benötigen Sie bei der Herstellung weniger Verpackungsmaterial – und durch die niedrigeren Schrumpftemperaturen außerdem weniger Strom. Hinzu kommt, dass Sie bei POF-Folien keine Mindestabgabemengen haben, was gerade bei kleinen bis mittleren Produktmengen ein enormer Vorteil ist und Ihnen einen bedarfsgerechten Einkauf ermöglicht. Damit ist Polyolefinfolie in vielen Fällen sogar die preiswertere Alternative zu Polyethylen.

Entsorgung und Rücknahme von Verkaufsverpackungen

Hersteller und Vertreiber sind gemäß Verpackungsverordnung dazu verpflichtet, sich zur Entsorgung jeder Verkaufs- und Serviceverpackung am Dualen System Deutschland (DSD, besser bekannt als der „Grüne Punkt“) zu beteiligen bzw. eine Eigenrücknahme zu gewährleisten. Dazu zählen

  • Sammlung von Einweg-Verpackungen,
  • Sortierung nach jeweiliger Stoffgruppe (z.B. nach Kunststoffen, Weißblech etc.),
  • Verwertung durch das Duale System.

Aus diesem Grund unterliegen auch alle Lebensmittel- und Leichtverpackungen der Kennzeichnungspflicht mit dem „Grünen Punkt“, wenn Sie sie in den Verkehr bringen. Das Rücknahmesystem erleichtert nicht nur dem privaten Endverbraucher die Entsorgung, sondern erspart auch Ihnen als Hersteller viel Logistik.

Die Beteiligungspflicht ist also sowohl für Verbraucher als auch für Handel und Produzenten von großem Nutzen. Nähere Informationen zur Verpackungsrichtlinie und den entsprechenden Verpflichtungen für Erstinverkehrbringer finden Sie hier.

Der „Grüne Punkt“ als Kaufkriterium

Sowohl PE- als auch POF-Folien sind zu 100 Prozent recyclingfähig, was bei ständig wachsenden Verpackungsabfällen mittlerweile ein entscheidendes Kriterium ist: Zahlreiche Studien (so etwa zuletzt die Verbraucherstudie „Environment Research“ von TetraPak) belegen, dass umweltfreundliche Verpackungen die Kaufentscheidung von Konsumenten zunehmend beeinflussen.

Das Produkt und die Verkaufsverpackung mit ihrer Haptik, Optik und Umweltfreundlichkeit bilden im Verbraucherbewusstsein eine Einheit. Nutzen Sie dieses Wissen, indem Sie Ihre hochwertigen Waren auch in hochwertige Schrumpffolien verpacken!

Herzliche Grüße,

Ihr Mathias Weileder