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Verpackungs-Tipps

Folienverpackung in Druckerei und Verlag: Kluge Planung spart Kosten

In einem meiner letzten Blogeinträge habe ich mich mit dem Einschweißen von Büchern befasst und darüber geschrieben, welche Verpackungsmaschinen und -folien sich dafür besonders eignen. Dabei haben Schrumpfgeräte in Druckereien und Verlagen noch viele andere sinnvolle Einsatzbereiche – etwa das Bündeln und die sichere Verpackung druckfrischer Papierprodukte.

Dabei entsteht in der Regel ein recht hoher Folienbedarf. Eine maßgeschneiderte Verpackungslösung bietet großes Einsparpotential – einige Beispiele habe ich im folgenden Überblick für Sie zusammengestellt.

Bündeln, schützen, präsentieren:
Funktionen einer Folienverpackung

Viele Druckereien nutzen zum Bündeln von Druckerzeugnissen wie z.B.

  • Flyern
  • Broschüren
  • Visitenkarten
  • Loseblattsammlungen

Banderoliergeräte, um Papier- oder PP-Banderolen zuzuschneiden; für größere Pakete wiederum sind zusätzliche Umreifungsmaschinen nötig. Die Tischbündelmaschine schützt Ihre Druckerzeugnisse allerdings nur unzureichend vor Nässe und Staub.

Und genau hier setzt der Kundenwunsch an, den die Druckereien an uns weitergeben: Nach dem Druck wandern die Druckerzeugnisse zunächst ins Archiv oder Lager – und dort bietet eine Folienverpackung deutlich besseren Schutz als eine Banderole aus Polypropylen (PP) oder Papier.

Pluspunkt: Ansprechende Verkaufsverpackung für Bücher

Gut präsentiert ist halb verkauft – das gilt auch für Bücher: Gerade bei hochwertigen Hardcover-Formaten wie z.B. Coffee Table-Books oder Kunstbänden schätzen Buchkäufer eine Schutzfolie, die ihnen das Gefühl vermittelt, druckfrische Neuware zu erwerben, die vor ihnen noch niemand durchgeblättert hat.

Verlage schlagen damit zwei Fliegen mit einer Klappe, indem sie das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden: Die geschlossene Verpackung dient (ähnlich wie ein zusätzlicher Beutel) als Schutz der Bücher vor Staub, Nässe und Gebrauchsspuren. Gleichzeitig präsentiert eine hochwertige Folienverpackung aus Polyolefin das Druckerzeugnis im Buchhandel im bestmöglichen Licht (dazu aber später mehr).

Deshalb kommen oft Druckereien auf uns zu, wenn ihr Banderoliergerät ausgedient hat, und interessieren sich für eine Schrumpfmaschine.

Passende Auswahl von
Schrumpfmaschinen und -folien

Weil Druckereien unterschiedlichste Artikel verpacken, sind jeweils ganz individuelle Verpackungslösungen gefragt. Eine Universallösung, die für jeden Zweck (von der Visitenkarte bis zum mehrbändigen Schuber) gleich gute Ergebnisse liefert, gibt es nicht. Daher ist eine ausführliche Beratung unerlässlich, um Maschinen und Verpackungsfolien exakt auf die Verarbeitung abzustimmen. Welche Faktoren dabei besonders wichtig sind, skizziere ich Ihnen anhand einiger Beispiele.

Schrumpfgeräte mit verschiedenen Leistungen

Schrumpfmaschinen
Haubenschrumpfgeräte, Winkel-Tunnel-Kombinationen oder Vollautomaten.

Als Einsteigerlösung ins Folienschrumpfen empfehle ich häufig Haubenschrumpfgeräte. Gerade für kleinere Betriebe sind sie wie geschaffen, da sie kostengünstig in der Anschaffung, einfach zu bedienen und zudem kompakt und stromsparend sind. Direkt im Anschluss an das Druckverfahren schweißt und schrumpft das Haubenschrumpfgerät in einem Arbeitsgang. Einzige Einschränkung: Die Artikel dürfen nicht größer als 600 x 780 mm oder höher als 250 mm sein.

Für höhere Produktzahlen (oder auch größeres Packgut) ist eine Kombination aus Winkelschweißgerät und Schrumpftunnel die beste Wahl: Sie verbindet eine ausgezeichnete Verpackungsqualität mit flexiblen Größeneinstellungen, wenn die zu verpackenden Formate häufig wechseln.

Vollautomaten wiederum sind eine leistungsstarke Lösung für Industrie-Betriebe, wenn diese vorwiegend Druckerzeugnisse in gleichbleibenden Produktgrößen verarbeiten; wechseln diese Größen häufig, ist eine Kombination aus mehreren Winkelschweißern mit einem Tunnel eine gute Alternative: So lässt sich eine leistungsfähige Schrumpf- und Schweiß-Straße mit ganz individuellen Spezifikationen betreiben.

Polyolefinfolie für stabile Hochglanzverpackungen

Der günstige Materialpreis von Polyethylenfolie (PE) scheint zunächst verführerisch. Allerdings eignet sich eine solche Verpackung nur für Transport und Lagerung und weniger für den Verkauf. Für kleinere Firmen mit geringer bis mittlerer Produktion ist zudem die Mindestabnahmemenge von Nachteil.

Ein Experte im Bereich von Folienverpackungen wird Ihnen deshalb zu Polyolefin (POF) raten: Die Feinschrumpffolie verfügt über

  • hervorragende Stabilität, wodurch Sie weniger Material verbrauchen,
  • niedrige Schrumpftemperaturen (und somit geringeren Stromverbrauch beim Verpacken),
  • höhere Verarbeitungsgeschwindigkeiten als bei PE,
  • ausgezeichnete Schrumpfeigenschaften,

zudem gibt es keine Mindestabnahmemengen, was Ihnen einen bedarfsgerechten Einkauf ermöglicht und langfristige Lagerkosten erspart.

Die glasklare, faltenfrei schrumpfende Folie legt sich wie eine zweite Haut um Ihre Produkte – und ergibt somit eine ausgezeichnete Verkaufsverpackung, die die Wertigkeit des Produktes unterstreicht bzw. erhöht: Ihre Brillanz bringt Farben und Formen auf dem Buchcover geradezu zum Leuchten.

Biofolie: Ein zweischneidiges Schwert

Aus meiner Sicht sind Biofolien ein recht undurchsichtiges Thema, das bereits bei der Definition des Begriffs beginnt: Ab wann sind Folien tatsächlich „bio“? Wenn die verwendeten Zusätze zu 100 % biologisch abbaubar sind – oder reichen hierfür bereits 20 % aus?

Da die Technologie noch in den Kinderschuhen steckt, hat die Zusammensetzung (noch) Auswirkungen auf die Folienqualität (z.B. die Maschinengängigkeit) – und natürlich auf den Preis. Je höher der Bioanteil, desto schlechter sind Schweiß- und Schrumpfverhalten der mir bekannten Produkte.

Deshalb an dieser Stelle eine Bitte in eigener Sache: Sollten Sie ein Hersteller von Biofolien sein, würde ich mich freuen, wenn Sie sich mit mir in Verbindung setzen! Gerne würde ich mehr über Ihre Produkte erfahren – und sie, sofern sie mich überzeugen, in unser Portfolio aufnehmen.

Passgenaue Technik erfordert innovative Lösungen

Meine Philosophie ist: Nicht immer führen die offensichtlichen Lösungen zum bestmöglichen Ergebnis. Perfekte Verpackungsergebnisse bei gleichzeitig geringen Kosten erfordern manchmal unkonventionelle Ideen und Einfallsreichtum – und viel fachliches Wissen, um für Ihr Unternehmen ein maßgeschneidertes Verpackungskonzept zu erstellen.

Ein gutes Konzept erkennen Sie daran, dass es Ihre Betriebsabläufe, Ihre Produktionsmengen sowie die Auslastung und Kapazität Ihrer Mitarbeiter berücksichtigt. Effizienz, Ökonomie und qualitativ hochwertige Produktverpackungen in Einklang zu bringen ist zwar nicht die Quadratur des Kreises, aber eine echte Herausforderung – die ich bei jedem neuen Projekt gerne annehme, um für unsere Kunden die bestmögliche Lösung zu erarbeiten.

Mit freundlichen Grüßen aus Landsberg am Lech,

Ihr Mathias Weileder